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SCHWERGUTLOGISTIK FÜR EUROPÄISCHEN GÜTERVERKEHR...

09. Juli 2024

Felbermayr

SCHW­ERGUT­L­O­GIS­TIK FÜR EUROPÄIS­CHEN GÜTERVERKEHR

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Ende vergangenen Jahres verantwortete Felbermayr einen wichtigen Meilenstein für den Ausbau des Cargo Centers Graz in Werndorf. Komponenten für zwei neue 38 Meter hohe Intermodalkrane wurden im Auftrag der Firma Künz transportiert und vor Ort aufgestellt. Das logistische Zusammenspiel der Felbermayr-Standorte Graz, Wels, Linz, Lauterach und Budapest ermöglichte trotz engem Zeitplan eine fristgerechte Anlieferung. Für die Montage des Schwerguts am neuen Umschlagplatz kamen fünf Mobilkrane gleichzeitig zum Einsatz.

„Für die Intermodalkräne gab es bereits im Vorfeld einen strikten Montageplan, daher mussten wir binnen zwei Wochen 31 Schwertransporte durchführen“, berichtet Dominik Pfanner, verantwortlicher Disponent der Felbermayr-Niederlassung in Lauterach. Ein ehrgeiziges Projekt, denn der Großteil waren Schwertransporte vom polnischen Werk in Klluczbork – rund 1.200 Kilometer vom Cargo Center entfernt.

Anspruchsvolle Transportlogistik

„Zusätzlich zur Organisation der Transportkonfigurationen waren für die Länder Polen, Deutschland und Österreich zahlreiche Genehmigungen einzuholen und die Transportstrecke mit den Umgehungsstraßen genau zu planen“, berichtet Pfanner von den vorbereitenden Maßnahmen. Unter dem Einsatz von zwei Fünf-Achs-Semitiefladern aus Wels konnten die Kranträger in Polen abgeholt werden. Aufgrund ihrer enormen Gesamtlänge von 43 Metern mussten sie auf zwei Teile aufgeteilt transportiert werden.

Für die Querstreben und Stützenteile, mit jeweils bis zu 32 Metern Länge, kamen insgesamt sechs leistungsstarke Drei-Achs-Semitieflader des Herstellers Nooteboom zum Einsatz. Durch die Zusammenarbeit der Standorte konnten die insgesamt 33 Einzelteile für die beiden Krananlagen „just in time“ angeliefert werden.

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Hub mit drei Großkranen

Aufgrund ihrer enormen Größe wurden Kranträger als auch die Stützen zunächst vor Ort am Boden vormontiert. Unterstützung bekamen die Monteure von Künz dabei durch zwei 250-Tonnen Mobilkrane der Felbermayr Niederlassung Graz. Zum eigentlichen Showdown kam es beim Aufstellen des ersten Güterumschlag-Giganten: Um den 260 Tonnen schweren Kranträger mit den 20 Tonnen schweren und 30 Meter hohen Stützen zu verbinden und die Konstruktion schließlich sicher auf den Fahrwerken aufstellen zu können, wurden die am Boden vormontierten Intermodalkrane mittels dreier Großkrane synchron auf 40 Meter Höhe aufgestellt. Dafür kamen ein 400 Tonnen Grove GMK 6400-1 mit 135 Tonnen Ballast und Mega-Wing-Lift, ein Liebherr LTM 1450 mit 134 Tonnen Ballast sowie ein 500-Tonner, der LTM 1500 mit 125 Tonnen Ballast und TY-Abspannung zum Einsatz. „Die Schwierigkeit bestand darin, dass keiner der drei Krane beim Aufziehen seine maximale Traglast überschreitet“, erzählt Lucas Peter, der den Kraneinsatz seitens der Felbermayr Transport- und Hebetechnik der Niederlassung Graz verantwortete. Dank einer gut abgestimmten Koordination standen Kranträger und Stützen binnen einer Stunde auf den Ladegleisen. „Bei der Planung zwei Monate zuvor mussten wir vor allem darauf achten, dass wir Hebetechnik auswählen, die nicht höher als 50 Meter wird, da wir dort direkt in der Einflugschneise des Grazer Flughafens gearbeitet haben. Auch die Anschlagmittel mussten wir so kurz wie möglich halten“, erklärt Peter die Auswahl der Krane.

Zehn Stunden am Haken

Dann hieß es warten und in Position bleiben: Binnen zehn Stunden wurden die Stützen mit dem Träger final verbunden und die Querstreben eingebaut. Um die Stützen zusätzlich zu sichern, kamen jeweils links und rechts noch ein LTM 1250 und LTM 1130 vom Hersteller Liebherr zum Einsatz. Die Krane hatten jeweils 18 Meter Ausladung und 54 beziehungsweise 42 Tonnen Ballast. Zwei Tage später wurden die gleichen Arbeiten nur rund 200 Meter weiter für den zweiten Intermodalkran durchgeführt.

Erweiterung des Cargo Centers Graz

Das Terminal Graz Süd wurde im Juni 2003 eröffnet. Mit insgesamt 100 Hektar Gesamtfläche gilt es als bedeutende Drehscheibe für den Schienen- und Straßengüterverkehr im Herzen Europas. Bis 2025 wird der Eigentümer, die Güterterminal Werndorf Projekt GmbH, rund 100 Millionen Euro in den Ausbau der Terminal-Infrastruktur investieren. Teil des Ausbauprojekts ist auch die Anschlussbahn-Nord, die mit vier Gleisen an die Süd- und Koralmbahn angeschlossen wird und Ende 2024 in Vollbetrieb gehen soll. Zum Dreh- und Angelpunkt für den Umschlag der Güter werden dann die beiden Intermodalkräne. Die Aufnahme des Teilbetriebs mit der ersten Krananlage ist für Mitte April geplant. Über den neu errichteten Ladegleisen mit einer Länge von 650 Metern werden die beiden Intermodalkräne von Künz 720 Hübe pro Tag absolvieren.

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